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PANDAS/PANS Diagnose- und Behandlungsrichtlinien

PANDAS PANS Translations

Die Benennung “Pediatric Acute-onset Neuropsychiatric Syndrome” (PANS) beschreibt die klinische Präsentation einer Untergruppe der im Kindesalter auftretenden Zwangsstörung. PANS kann auch eine Untergruppe der vermeidenden/restriktiven Essstörung sein.

PANS oder PANDAS sollten in Betracht gezogen werden, wenn Symptome von Zwangsstörungen, Esseinschränkungen oder Tics plötzlich eintreten und von anderen emotionalen und verhaltensbezogenen Veränderungen, häufigem Harndrang, motorischen Anomalien und/oder Veränderung der Handschrift begleitet werden.

Quick-Links:
Konsenserklärung zur Diagnose von PANS/PANDAS: www.pandasppn.org/jcap2015
Empfehlungen des Expertengremiums zur Behandlung von PANS/PANDAS: www.pandasppn.org/jcap2017

Diagnose von PANS und PANDAS

Das PANS/PANDAS Research Consortium veröffentlichte in Zusammenarbeit mit dem NIMH im Jahr 2015 eine Konsenserklärung zur Diagnose von PANS/PANDAS im Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology. Lesen Sie die Konsenserklärung auf www.pandasppn.org/jcap2015.

Pediatric Acute-onset Neuropsychiatric Syndrome (PANS)

PANS steht für “Pediatric Acute-onset Neuropsychiatric Syndrome” und umfasst alle Fälle einer Zwangsstörung mit plötzlichem Eintritt und/oder einer restriktiven Essstörung, begleitet von mindestens 2 komorbiden Symptomen, die nachstehend aufgeführt sind. Im Gegensatz zu PANDAS setzt PANS keine Streptokokkeninfektion voraus. Während PANS klinisch diagnostiziert wird, wird angenommen, dass das Syndrom das Ergebnis einer Immunreaktion auf eine von mehreren bakteriellen oder viralen Infektionen ist, die autoimmune Antikörper erzeugen, welche das Gehirn beeinflussen. Die bakteriellen oder viralen Infektionen umfassen unter anderem Streptokokken, Mycoplasma-Pneumonie, Influenza, Infektionen der oberen Atemwege und Sinusitis. Auch psychosoziale Belastungen können die Symptome verschlimmern.

Aktuelle PANS-Kriterien sind:

  1. Abrupter Beginn oder plötzliches Wiederauftreten einer Zwangsstörung oder restriktiven Essstörung
  2. Komorbide neuropsychiatrische Symptome (mindestens 2) mit ähnlichem akuten Beginn:
    • erhöhte innere Unruhe und/oder Trennungsangst
    • sensorische Reizverstärkung oder motorische Anomalien (einschließlich Tics und Dysgraphia)
    • Verhaltensregression
    • plötzliche Verschlechterung der schulischen Leistungen
    • Stimmungsschwankungen (Reizbarkeit, Aggression und/oder starke oppositionelle Verhaltensweisen)
    • Symptome in Verbindung mit den Harnwegen
    • somatische Anzeichen (einschließlich Schlafstörungen)
  3. Die Symptome können durch eine bekannte neurologische oder medizinische Störung nicht besser erklärt werden
PANDAS Strep OCD

PANDAS ist eine Abkürzung für “Pediatric Autoimmune Neuropsychiatric Disorders Associated with Streptococcal infections”. Der Begriff wird verwendet, um eine Untergruppe von Kindern und Jugendlichen zu beschreiben, die nach einer Infektion mit Streptokokken der Gruppe A, wie beispielsweise “Halsentzündung”, plötzlich einen akuten Eintritt einer Zwangsstörung und/oder Tic-Störungen entwickeln. Dies wird typischerweise von zusätzlichen Symptomen begleitet, die auch bei PANS auftreten.

Aktuelle PANDAS-Kriterien sind:

  1. Vorhandensein einer Zwangsstörung und/oder Tics, insbesondere mehrere, komplexe oder ungewöhnliche Tics
  2. Alterserfordernis (Symptome der Störung werden erst zwischen dem 3. Lebensjahr und der Pubertät sichtbar)
  3. Akutes Auftreten und episodischer (rezidivierend-remittierender) Verlauf
  4. Verbindung mit einer Infektion durch Streptokokken der Gruppe A (GAS)
  5. Verbindung mit neurologischen Anomalien, einschließlich Adventivbewegungen

Behandlung von PANS und PANDAS

Das PANS/PANDAS Research Consortium, bestehend aus über 30 Experten und dem NIMH, veröffentlichte im Jahr 2017 neue Behandlungsempfehlungen für PANS/PANDAS im Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology. Lesen Sie die Richtlinien unter www.pandasppn.org/jcap2017.

Die aus 3 Artikeln bestehende Serie enthält Empfehlungen zu einer Vielzahl von möglichen Therapien, einschließlich:

  1. Antimikrobiotika und sekundäre Prophylaxe
  2. Immunmodulierende und entzündungshemmende Therapien, einschließlich Steroide, IVIG und Plasmapherese
  3. Management der Symptome durch Kognitive Verhaltenstherapie und psychiatrische Medikamente

Weitere Ressourcen

  • National Institute of Mental Health (NIMH): https://goo.gl/FSHNDu
  • PANDAS Physicians Network (PPN): https://www.pandasppn.org/

PANDAS Physicians Network uses a professional translating service for all translated content. If the translated version differs from the English version, the English version will take precedence.